Titelaufnahme

Titel
Carbon pricing in Germany's road transport and housing sector : options for reimbursing carbon revenues / Manuel Frondel and Stefanie Schubert
VerfasserFrondel, Manuel ; Schubert, Stefanie
ErschienenEssen, Germany : RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, 2020 ; Bochum, Germany : Ruhr-Universität Bochum (RUB), Department of Economics, 2020
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (29 Seiten)
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SerieRuhr economic papers ; #869
SchlagwörterDeutschland / Klimaschutz / Umweltzertifikathandel / Straßenverkehr / Wohnungsbau
ISBN978-3-96973-006-5
URNurn:nbn:de:hbz:6:2-1427983 
DOI10.4419/96973006 
Zugänglichkeit
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Carbon pricing in Germany's road transport and housing sector [0.35 mb]
Zusammenfassung

In 2021, Germany will launch a national emissions trading system (ETS) in its road transport and housing sectors. This climate policy instrument aims at raising the energy cost burden of those households and firms that consume fossil fuels, the major source of carbon dioxide (CO2) emissions. A promising approach to secure public acceptance for such a carbon pricing would be to entirely reallocate the resulting "carbon" revenues to consumers. This article discusses three alternatives: a) a per-capita reallocation to private households, b) the reduction of electricity prices by, e.g., decreasing the electricity tax, as well as c) targeted financial aid for vulnerable consumers, such as increasing housing benefits. To estimate both the revenues originating from carbon pricing and the resulting emission savings, we use price elasticities on individual energy consumption in the road transport and housing sector from the empirical literature. Most effective with respect to alleviating the burden of poor households would be increasing housing benefits. While this measure would not require large monetary resources, we argue that the remaining revenues should be preferably employed to reduce Germanys electricity tax, given the steadily increasing amount of electricity generated by renewable energy technologies.

Die Einführung einer nationalen CO2-Bepreisung ab dem Jahr 2021 ist beschlossene Sache: In den Sektoren Verkehr und Wärme soll ein nationales Emissionshandelssystem etabliert werden, in dem die CO2-Preise in den Jahren 2021 bis 2025 fixiert sind und beginnend mit 25 Euro je Tonne sukzessive ansteigen. Dies bringt höhere Kostenbelastungen für die Verbraucher mit sich. Um dennoch eine breite Akzeptanz für eine CO2-Bepreisung zu gewinnen, wäre ein vielversprechender Ansatz, die daraus resultierenden Einnahmen wieder vollständig an die Verbraucher zurückzugeben. Vor diesem Hintergrund diskutiert dieser Beitrag drei Alternativen zur Rückverteilung der zusätzlichen staatlichen Einnahmen: a) eine pauschale Pro-Kopf-Rückerstattung für private Haushalte, b) die Senkung der Stromkosten durch (i) die Steuerfinanzierung der Industrieausnahmen bei der EEG-Umlage und (ii) die Senkung der Stromsteuer und c) gezielte Zuschüsse für besonders betroffene Verbraucher, etwa in Form einer Erhöhung des Wohngelds. Am treffsichersten im Hinblick auf die Entlastung bedürftiger Haushalte wäre die dritte Alternative. Mit den restlichen Mitteln könnte die unter ökologischen Gesichtspunkten zunehmend obsolet werdende Stromsteuer reduziert werden. Wenngleich es gute Gründe sowohl für eine Pro-Kopf-Rückerstattung als auch für eine Stromsteuersenkung gibt, hat eine Stromsteuersenkung mehrere Vorteile gegenüber einer Pro-Kopfpauschale, insbesondere im Hinblick auf die Sektorkopplung und die Transaktionskosten des Rückverteilungsaufwands, welche bei einer Stromsteuersenkung vernachlässigbar wären.

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